Jetten nach Paris, nach Brüssel, nach London, New York, Rom, Mailand
Kaufen, Kaufen, Kaufen
Essen, Essen, Essen
Fotos machen
für Facebook
reden, reden, reden
ohne etwas zu sagen
Jetten.
Die Welt anschauen -
ohne wirklich hinzusehen.
Was es alles zu sehen gibt.
zu befliegen.
Überall wie ein Fremder bleiben.
Sich ablenken.
Lassen.
Trotten in der langen Reihe
an Einkaufslemmingen
gleichgeschaltet kosmopolit
Wie es vorgelebt wurde und wird
von den vielen Jettern
und ihren Erzählungen.
Donnerstag, September 22, 2011
Donnerstag, September 08, 2011
Sitzen, warten. Die Müdigkeit des letzten Abends sitzt mir in den Gliedern. Die Augen sind schwer. Die Sinne nehmen das Geschehen gedämpft wahr, inneres Sehnen nach einer Sonnenliege im Garten, über mir die grünen Blätter des Nussbaumes. Die tausenden Schattierungen der Farbe Grün. Die knorrigen Äste, verschlungen in ihren Bahnen, gewachsen, wie die Sonne und der Wind es zugelassen haben. Vogelzwitschern. Der Kater schläft im Schatten einer Holzbank. Aus den Sträuchern dringt das Tappsen und Krabbeln tausender Käfer, Ameisen, Hummeln, Bienen, Wespen. Die Spinnen schlafen. Ein Dornfinger schreckt hoch, als eine Schaufel in der Erde gräbt. Regenwürmer schrauben sich eilig zurück in die feuchte Erde. Herzklopfen. Die tausend Früchte. Gelbe, blaue, rote. Im Nichtstun entsteht die Lust, Vorstellungen, Bilder, wie ein scharfer Strahl inmitten meines Körpers. Der Zwang der Lust. Wie eine kalte Hand drängt sie einen durch die Straßen. Schubst mich vor sich her. Manchmal bin ich entsetzt, über das Tier, das in einem schlummert. Welche Träume träumen andere? Soviele Blicke und Menschen und Möglichkeiten. Vermeintliche Erlebnisräume, dunkel und verkommen. Hell und duftend. Ein schmaler Grat zwischen zwei Seiten. Ein dünnes Seil über einem tiefen Abgrund. Jetzt bin ich hier. Über keinem Abgrund. Lausche Gesprächen über das reale Geschehen, das jetzt geschieht. Handlungen, Taten, Vergehen. Ich wundere mich immer wieder über die totale Anteilnahme am Hier und Jetzt.
Dienstag, Juli 19, 2011
Wellen
Der ernüchternde Blick in einen Dienstplan. Tag auf Tag reiht sich aneinander. 17. Juli, 18. Juli, 19. Juli, 20. Juli, und sofort. Die Zahlen ändern sich. Dann die Monatsnamen. Jänner, Februar, März, April, Mai, Juni und so weiter. Dann die Jahreszahlen. Dann einmal die Dienste. Frühschicht. Spätschicht. Mal Wochenende. Mal ganz spät. Völlig anonym und gleichgültig ist das in den Dienstplan eingetragen. Ganz links die Namen meiner Kollegen. Mein eigene Name darunter. Mittlerweile schon viel länger als gedacht. Wie Welle über Welle am Meeresufer an den Strand spült, ewig, ohne Ende. Man kann dagegen nicht ankämpfen. Eine endlose Reihe an Tagen formiert sich zu einer erbarmungslosen Reihe an erbarmungsloser Zeit. Künftiger Zeit. Lebenshorizont. Dazwischen versucht man, sich Zeiträume zu errettten, die Wert haben. Zeit für Hobbies, Freunde, für sich, die Familie. Dann wieder die endlos langen Abschnitte an völlig sinnlosem Dasein. Funktionieren. Geld verdienen. Dann Urlaub. Dann wieder der Gehorsam gegenüber den ernüchterndem Fakten auf den Dienstplan. Ein paar Pläne gibt es. Und außerdem war man doch der Überzeugung, dass man etwas Besonderes ist. Dass es ein Ziel gibt. Ein Schicksal, dass es gut mit einem meint. Eine Tür, die aufgeht. Und dahinter...ja was eigentlich?
Donnerstag, Juli 14, 2011
Früchte
Die gleißende Sonne strahlt auf die grünen, in völliger Starre hängenden Blätter der Weinreben. Die Luft steht still. Zwei alte Männer sitzen im Schatten der Hausmauer, eine Flasche Wein vor sich am Tisch stehend. Man flüstert, oder spricht gar nicht, horcht auf die Hitze draußen und im Körper. Zeitlose Stille. Eine Katze schläft zwischen den Ästen eines Strauches. Hie und da fährt ein Auto langsam die STraße entlang, schleppt sich, scheint es, über den aufgeheizten Asphalt. Fliegen streiten sich um Fleischkrümel und knusprige Panier eines Backhuhns. Langsam reifen die Weintrauben, in ihre mattes Grün schleichen sich allmählich rote Pigmente, der saure Geschmack wird süß. Die Erde springt allählich auf, schwarze Risse ziehen sich über den braunen Boden, verdorrte Grasbüschel drängen sich aneinander. Alte Geschichten brechen hervor. Der Geruch von würziger Erde, liegt in der Luft. Langsam zieht der Rauch einer Zigarette seine Formen unter der Laube. Ein Sonnenstrahl gelangt durch die Blätter, hell erstrahlt der Tisch, der Schatten der Blätter ruht bewegungslos auf dem grünen Lack. Hände von Liebenden finden zueinander. Wie Wellen von Hitze aufeinanderprallen finden sich ihre Lippen. Weich die Haut. Ein weißes Sakko liegt achtlos abgelegt im Gras. Die Sonne spiegelt sich im Wein. GEspräche, die zergehen, wie Wachs in der Hitze. Blicke finden einander. Unter der Sonne reifen die Früchte aller Träume.
Dienstag, Juni 14, 2011
ZeitRaum
Von draußen plätschern die Geräusche der Straße durch das Fenster herein. Geschäftigkeit, Menschen, Autos, lauter, leiser. Die eine oder andere Unterhaltung zwischen den Menschen, der Geruch eines Brathuhns, das Klappern von Besteck schmückt die Kulisse an Geräuschen.
Weiter weg ruft eine verschlossene Tür - dahinter ein Stiegenhaus, der Geruch von intensiven, süßlichen Parfum, der unauffällig beleuchtete Schriftzug eines Raumes. Mehrerer Räume. Es ist kühl dort. Ein Gegensatz zur Aspahlt-Hitze draußen. Wie eine Welle an Kraft schleichen dort die Gestalten der Schattenseite herum. Dahinter das Lachen ungezwungenen Amusements. Ein Fruchtbaum.
Die Telefone schweigen. Zeit vergeht. Sie erfüllt ihren Zweck in gewisser Weise - aber zu welchem Ziel führt die Zeit? Irgendwie wurde ich hierher gesetzt um oberflächliche Kontemplationen über mich ergehen zu lassen.
Freuden und Hoffnungen sind verhallt - echolos und ohne Bedeutung scheinbar.
Irgendwo da oben, über mir, über dem 3. Stock, kann man die Berge in der Ferne sehen. An schönen Sommertagen sieht man sogar die Reste des Schnees auf den Gipfeln liegen. In einer anderen Welt. Meistens verzerrt der Dunst die scharfen Konturen der Felsen. Aber man kann trotzdem auch die hügelige Landschaft sehen, die Wälder, die sich langsam hintereinander aufreihen, wie eine erstarrte Wellenlandschaft, bloß in anderen Farben. Die Luft dort ist scharf und frisch. Eine eigentümliche Stille erfüllt die Welt da oben. Bloß der Wind streicht durch die Almgräser. Geräuschlos ziehen Flugzeuge ihre Bahnen über den Himmel und man hört bestenfalls das Knirschen der eigenen Schritte am steinigen Boden.
Lautes Rauschen und menschliche Gezwungenheiten, ein gelegentliches Lächeln enthüllt die geheimen Drähte zwischen den Menschen, wenn ich beim Fenster hinausblicke. Überall Wartende, die zwischen den Zeiten des Wartens handeln und von Leidenschaften entflammt, aufeinanderprallen, einander hinterherlaufen, voreinander davoneilen und andere Dinge begehren. Für kurze oder längere Zeit. Wie die stärksten Auspegelungen auf einem Seismographen hinterlässt man auch so geräuschlose Spuren im feinen Geflecht des Seins, die von Moment zu Moment davongespült werden, wie die großartigsten Sandburgen an der fernen Meeresküste, von der man hier bestenfalls Fotos in der Auslage eines Reisebüros zu sehen bekommt.
Weiter weg ruft eine verschlossene Tür - dahinter ein Stiegenhaus, der Geruch von intensiven, süßlichen Parfum, der unauffällig beleuchtete Schriftzug eines Raumes. Mehrerer Räume. Es ist kühl dort. Ein Gegensatz zur Aspahlt-Hitze draußen. Wie eine Welle an Kraft schleichen dort die Gestalten der Schattenseite herum. Dahinter das Lachen ungezwungenen Amusements. Ein Fruchtbaum.
Die Telefone schweigen. Zeit vergeht. Sie erfüllt ihren Zweck in gewisser Weise - aber zu welchem Ziel führt die Zeit? Irgendwie wurde ich hierher gesetzt um oberflächliche Kontemplationen über mich ergehen zu lassen.
Freuden und Hoffnungen sind verhallt - echolos und ohne Bedeutung scheinbar.
Irgendwo da oben, über mir, über dem 3. Stock, kann man die Berge in der Ferne sehen. An schönen Sommertagen sieht man sogar die Reste des Schnees auf den Gipfeln liegen. In einer anderen Welt. Meistens verzerrt der Dunst die scharfen Konturen der Felsen. Aber man kann trotzdem auch die hügelige Landschaft sehen, die Wälder, die sich langsam hintereinander aufreihen, wie eine erstarrte Wellenlandschaft, bloß in anderen Farben. Die Luft dort ist scharf und frisch. Eine eigentümliche Stille erfüllt die Welt da oben. Bloß der Wind streicht durch die Almgräser. Geräuschlos ziehen Flugzeuge ihre Bahnen über den Himmel und man hört bestenfalls das Knirschen der eigenen Schritte am steinigen Boden.
Lautes Rauschen und menschliche Gezwungenheiten, ein gelegentliches Lächeln enthüllt die geheimen Drähte zwischen den Menschen, wenn ich beim Fenster hinausblicke. Überall Wartende, die zwischen den Zeiten des Wartens handeln und von Leidenschaften entflammt, aufeinanderprallen, einander hinterherlaufen, voreinander davoneilen und andere Dinge begehren. Für kurze oder längere Zeit. Wie die stärksten Auspegelungen auf einem Seismographen hinterlässt man auch so geräuschlose Spuren im feinen Geflecht des Seins, die von Moment zu Moment davongespült werden, wie die großartigsten Sandburgen an der fernen Meeresküste, von der man hier bestenfalls Fotos in der Auslage eines Reisebüros zu sehen bekommt.
Mittwoch, Juni 01, 2011
Ädre
Die Xtnan hatte ihre Position im Orbit über AEdre erreicht. Ein unregelmäßiges Flackern glomm aus den einzelnen Impuls-Düsen am Rumpf des Schiffes, die den Raumkreuzer in die richtige Umlaufbahn über dem Planeten brachten. Kleine Drohnen kreisten schon seit mehreren Tagen im Orbit über den Ozeanen und den rießigen Wolkenmeeren, die die Oberfläche des Planeten bedeckten. Jede nur messbare Information wurde an die zentralen Rechengehirne gesendet, verarbeitet und schließlich zu einem Gesamtbild geformt, das eine möglichst genaue Vorstellung von dem geheimnisvollen Planeten geben sollte. Die Menschen an Bord der XTnan blickten gelegentlich durch die Bullaugen auf den Planeten, versuchten aber, sich keinerlei Aufregung anmerken zu lassen. Zu groß war das Risiko, dass die Hoffnungen, die an der Expedition hingen, enttäuscht werden konnten. Träumten konnte nur allzu gefährlich werden.
Die Sonne dieses Systems glomm in einer Entfernung von 2 Lichtstunden.
Die Sonne dieses Systems glomm in einer Entfernung von 2 Lichtstunden.
Montag, Mai 30, 2011
Ädre
Was soll nun geschehen? Die Früchte des Lebens scheinen in weite Ferne gerückt zu sein. Ich habe ja auch keinen Text. Und schon gar keine Idee. Enttäuschend und enervierend die Prespektiven. Die Welt ist leider nicht voll der Besten, sondern voll der Geschickten. Überlebensprinzipien gelten beinhart, auch zu meinen Ungunsten.
oh mann.
oh mann.
Freitag, Mai 27, 2011
Sternentraum
Lautlos im luftleeren Raum schob sich der Xolar-3-Kreuzer "Xtnan" durch die äußersten Sphären des Alpha-Zefirot-Systems. Nur ein schwacher orange-farbener Schimmer glomm tief im Inneren der konisch geformten Triebswerksdüsen. Mit einer Geschwindigkeit von 10.000 Kilometern pro Stunde näherte sich das Schiff seinem Ziel. Am spitzzulaufenden Bug der "Xtnan" leuchteten hunderte kleiner Lichter, Sensoren, Messgeräte und hochgefahrene Impulsgeschütze. Im schwarzen Plasma-Stahl der Außenwände des Raumschiffs spiegelten sich die abermillionen Sterne des Universums und seine unergründliche Dunkelheit. Das Ziel der Reise war für die Besatzung des Schiffes noch nicht zu sehen. Erst in fünf Tagen würde das Ziel der Mission für die Menschen an Bord der Xtnan von den Morph-Glas-Fenstern aus zu sehen sein. In zehn Tagen sollten Menschen zum ersten Mal seit 1.700 Jahren wieder einen erdähnlichen Planeten betreten.
"Ädre" war sein Name. Der Name hatte eine mythische Bedeutung, seit die Menschheit infolge eines Totalkollapses die Erde verlassen musste und seither auf der Suche nach einer neuen Heimat im Weltall ist.
"Ädre" war sein Name. Der Name hatte eine mythische Bedeutung, seit die Menschheit infolge eines Totalkollapses die Erde verlassen musste und seither auf der Suche nach einer neuen Heimat im Weltall ist.
Dienstag, Dezember 21, 2010
Leben
Leben
Zeit verstreichen lassen
Träume
Angst.
Lust.
Entsetzen.
Arbeit.
Arbeit.
Arbeit.
Hie und da ein Traum.
Rausch.
Arbeit.
Das Sein ist in weiter Ferne.
Mit dem Geist woanders.
Nicht in dieser Welt.
Nur der Körper ist da.
Handelt aber zu langsam.
Und macht sich
durch Krankheit und
Vergnügen bemerkbar.
Zeit verstreichen lassen
Träume
Angst.
Lust.
Entsetzen.
Arbeit.
Arbeit.
Arbeit.
Hie und da ein Traum.
Rausch.
Arbeit.
Das Sein ist in weiter Ferne.
Mit dem Geist woanders.
Nicht in dieser Welt.
Nur der Körper ist da.
Handelt aber zu langsam.
Und macht sich
durch Krankheit und
Vergnügen bemerkbar.
Montag, Dezember 13, 2010
Schweigen
Wie Wellen brandet
die Gewalt meiner Selbst
an die Mauern des Inneren.
Der Körper als die größte
Barriere und Chance
für den freien Geist.
Sehnsüchte als innere Zwänge.
Frieden und Unfrieden
als wechselvolle Zustände.
Wie eine kleine Kerze
flackert das Licht
in einer eisigen Höhle.
Gleichgewicht gerät leicht
auseinander und muss sich
neu formieren.
Die Schatten von Bäumen
Äderwerk aus Ästen
wanken im Wind über dem Tisch.
Autos rauschen unaufhörlich
und Stimmen murmeln gesenkt
miteinander. Oder die Menschen dahinter.
Alles eine Ausformung des Geistes.
Verdichtete Geistheit, die über
den Körper spricht, sich äußert.
Schneeflocken tanzen über den
Dächern und Strassen. Dahingeweht
im Rad des Werdens und Vergehens.
Stets dazwischen.
die Gewalt meiner Selbst
an die Mauern des Inneren.
Der Körper als die größte
Barriere und Chance
für den freien Geist.
Sehnsüchte als innere Zwänge.
Frieden und Unfrieden
als wechselvolle Zustände.
Wie eine kleine Kerze
flackert das Licht
in einer eisigen Höhle.
Gleichgewicht gerät leicht
auseinander und muss sich
neu formieren.
Die Schatten von Bäumen
Äderwerk aus Ästen
wanken im Wind über dem Tisch.
Autos rauschen unaufhörlich
und Stimmen murmeln gesenkt
miteinander. Oder die Menschen dahinter.
Alles eine Ausformung des Geistes.
Verdichtete Geistheit, die über
den Körper spricht, sich äußert.
Schneeflocken tanzen über den
Dächern und Strassen. Dahingeweht
im Rad des Werdens und Vergehens.
Stets dazwischen.
Freitag, Oktober 22, 2010
I
Bloß Tiere sind wir
Dunkel, lüstern
Tiere, die sich selbst erkennen
und darob zutiefst erschrocken sind...
zu weich für die Welt
immer im Kampf gegen
das wuchernde Dickicht
aus Existenz
II
Aus einem Traumfenster heraus
am Rand der Welt
leuchtet das eigene Leben
der Körper mit seinen Bedingungen
wie ein Gefängnis für den Geist
oder doch der Rahmen
um überhaupt zu sein
nicht verloren zu gehen
in der Flut der Bilder
und Formen.
Angeblich Illusion,
die sich nicht fassen lässt.
Sein - etwas Unbekanntes
mit unerschiedlichen
Empfindsamkeiten.
III
Grell leuchten die
Farben der Blätter im herbstlichen
Gold des Sonnenlichtes.
Rote Jacken und graue tanzen
zwischen den Geisterwirbeln
aus Laub und Zeitungen.
Es surrt der Motor eines Motorrads.
Es blitzt im verspiegelten Gesichtsfenster
des anonymen Fahrers das Lächeln
einer jungen Frau
die zuvor noch an das Kläffen eines Hundes
dachte ehe sie durch die Türe
in die wohlig duftende Welt eines coffeeshops
trat um dort stundenlang der Welt
und ihren Erscheinungen zuzusehen
- ohnen einen Funken Überraschung zu zeigen.
Bloß Tiere sind wir
Dunkel, lüstern
Tiere, die sich selbst erkennen
und darob zutiefst erschrocken sind...
zu weich für die Welt
immer im Kampf gegen
das wuchernde Dickicht
aus Existenz
II
Aus einem Traumfenster heraus
am Rand der Welt
leuchtet das eigene Leben
der Körper mit seinen Bedingungen
wie ein Gefängnis für den Geist
oder doch der Rahmen
um überhaupt zu sein
nicht verloren zu gehen
in der Flut der Bilder
und Formen.
Angeblich Illusion,
die sich nicht fassen lässt.
Sein - etwas Unbekanntes
mit unerschiedlichen
Empfindsamkeiten.
III
Grell leuchten die
Farben der Blätter im herbstlichen
Gold des Sonnenlichtes.
Rote Jacken und graue tanzen
zwischen den Geisterwirbeln
aus Laub und Zeitungen.
Es surrt der Motor eines Motorrads.
Es blitzt im verspiegelten Gesichtsfenster
des anonymen Fahrers das Lächeln
einer jungen Frau
die zuvor noch an das Kläffen eines Hundes
dachte ehe sie durch die Türe
in die wohlig duftende Welt eines coffeeshops
trat um dort stundenlang der Welt
und ihren Erscheinungen zuzusehen
- ohnen einen Funken Überraschung zu zeigen.
Freitag, September 17, 2010
Tag
Jeder Tag
ein kleiner Schritt
in eine neue Richtung
und zurück.
Ein kleiner Drache
ist erwacht
schon längst
und hungrig.
Nach langem Schlaf
und ohne Beute
eine Zeit
blickt er zurück.
Erschreckend die
Gefräßigkeit,
die Flammen,
die soviel niederbrannten.
Diesmal soll es etwas
sanfter werden,
eine fleischige Speise
am hellichten Tag.
Oder doch in der Nacht,
auf der Jagd,
wo Angst und Schrecken
den Apettit ganz heiter machen.
Ein Drache ist erwacht
und späht hinaus
und das Feuer
heizt sich schon an.
Laut die Schreie,
die erschöpften Fliehenden,
er ist hier ganz alleine
weit und breit.
Männlein, Weiblein,
Dörfer, Flüsse, Seen
und Berge, Wälder,
Wiesen, Schluchten
Alles für ihn gemacht.
Auch wenn das früher nur eine
Übung war, erste Lehren
im Feuer machen
So verlässt er nun
eine falsche Schule
diesen Platz im Nichts.
Der Flug beginnt.
Mit den Flügeln schlagen
liegt in seiner Natur.
ein kleiner Schritt
in eine neue Richtung
und zurück.
Ein kleiner Drache
ist erwacht
schon längst
und hungrig.
Nach langem Schlaf
und ohne Beute
eine Zeit
blickt er zurück.
Erschreckend die
Gefräßigkeit,
die Flammen,
die soviel niederbrannten.
Diesmal soll es etwas
sanfter werden,
eine fleischige Speise
am hellichten Tag.
Oder doch in der Nacht,
auf der Jagd,
wo Angst und Schrecken
den Apettit ganz heiter machen.
Ein Drache ist erwacht
und späht hinaus
und das Feuer
heizt sich schon an.
Laut die Schreie,
die erschöpften Fliehenden,
er ist hier ganz alleine
weit und breit.
Männlein, Weiblein,
Dörfer, Flüsse, Seen
und Berge, Wälder,
Wiesen, Schluchten
Alles für ihn gemacht.
Auch wenn das früher nur eine
Übung war, erste Lehren
im Feuer machen
So verlässt er nun
eine falsche Schule
diesen Platz im Nichts.
Der Flug beginnt.
Mit den Flügeln schlagen
liegt in seiner Natur.
Dienstag, Juni 08, 2010
Dienstag, März 23, 2010
strahlung
es erhitzt sich der körper
bei den gedanken an nähe
und berührungen
die hitze löst die
formen vorgefertigter
abläufe
formt neue wege
in die auflösung des
ichs.
gefährliche strahlung
diese räume unweit
des sonst harmlosen
tuns.
nur gedanken -
nur hitze -
letztliche wandlung der körper.
eine form der alchmie.
aber ist es veredelung?
oder nur der eingriff und die
wandlung des seins.
es bleibt schwierig
das seiende wahrzunehmen
ohne die ideen dahinter
zu spüren.
denn wahrnehmen kann man sie nicht.
bei den gedanken an nähe
und berührungen
die hitze löst die
formen vorgefertigter
abläufe
formt neue wege
in die auflösung des
ichs.
gefährliche strahlung
diese räume unweit
des sonst harmlosen
tuns.
nur gedanken -
nur hitze -
letztliche wandlung der körper.
eine form der alchmie.
aber ist es veredelung?
oder nur der eingriff und die
wandlung des seins.
es bleibt schwierig
das seiende wahrzunehmen
ohne die ideen dahinter
zu spüren.
denn wahrnehmen kann man sie nicht.
Montag, Dezember 14, 2009
Das schwarze Feuer
Kein Licht
und soviel Dunkelheit
in dieser hellen Nacht.
Lichterloh brennt mein
inneres Feuer und verbrennt
die Welt in eine Wüste.
Offen und ohne Tor
die Löcher ohne Boden
heraus springt
das Schwarze immerzu und immerzu.
So weit weg und nicht von mir
die Stimmen und das Lachen
wie helles Plätschern einer
fremden Welt.
Innehalten -
Stillstand.
Schweigen.
Im Auge des Orkans.
Alles steht. Wartet. Tost.
Bricht hervor und reißt
die Mauern ein.
Es brennt das schwarze Feuer
in der langen Nacht,
der längsten Nacht.
Was kann nur das Erwachen sein?
Ein Traum oder bloß die Welt,
die einst ein einziges Feuer bleiben wird.
Erst wenn die Flammen den letzten Rest
des Nichts verschlungen haben -
alles nur noch Feuer ist.
Schwarzes Feuer. Oder Feuer in dem
kein Schwarz mehr Platz hat.
Der Mensch hält sich fest -
an sich selbst. Ich klammere mich an mir fest.
Kleines wehrloses Boot.
Herumgeschleudert im Wirbel
der Urgewalt,
erbarmungslos die Natur,
der Mensch bloß Teil davon.
Wie schäumende Gischt,
sich auflösende kleine Tropfen
derer Milliarden sind
ganz ohne eigene Kraft.
Alles bloß die eine Energie
die eine Kraft
die immer da ist
immer tobt, wütet,
wirkt,
jede Form formt, die auf ihr sitzt.
Und alles hinwegreißt,
dass sich über ihren Willen hinwegsetzen will.
Das schwarze Feuer tobt und drängt.
In dieser langen lichtlosen Nacht.
und soviel Dunkelheit
in dieser hellen Nacht.
Lichterloh brennt mein
inneres Feuer und verbrennt
die Welt in eine Wüste.
Offen und ohne Tor
die Löcher ohne Boden
heraus springt
das Schwarze immerzu und immerzu.
So weit weg und nicht von mir
die Stimmen und das Lachen
wie helles Plätschern einer
fremden Welt.
Innehalten -
Stillstand.
Schweigen.
Im Auge des Orkans.
Alles steht. Wartet. Tost.
Bricht hervor und reißt
die Mauern ein.
Es brennt das schwarze Feuer
in der langen Nacht,
der längsten Nacht.
Was kann nur das Erwachen sein?
Ein Traum oder bloß die Welt,
die einst ein einziges Feuer bleiben wird.
Erst wenn die Flammen den letzten Rest
des Nichts verschlungen haben -
alles nur noch Feuer ist.
Schwarzes Feuer. Oder Feuer in dem
kein Schwarz mehr Platz hat.
Der Mensch hält sich fest -
an sich selbst. Ich klammere mich an mir fest.
Kleines wehrloses Boot.
Herumgeschleudert im Wirbel
der Urgewalt,
erbarmungslos die Natur,
der Mensch bloß Teil davon.
Wie schäumende Gischt,
sich auflösende kleine Tropfen
derer Milliarden sind
ganz ohne eigene Kraft.
Alles bloß die eine Energie
die eine Kraft
die immer da ist
immer tobt, wütet,
wirkt,
jede Form formt, die auf ihr sitzt.
Und alles hinwegreißt,
dass sich über ihren Willen hinwegsetzen will.
Das schwarze Feuer tobt und drängt.
In dieser langen lichtlosen Nacht.
Mittwoch, Oktober 28, 2009
Suchen
Ich sitze da und erinnere mich an die Vergangenheit. An so ein bestimmtes Gefühl, das stets entwischt. Ich eile ihm nach, aber kriege es nicht zu fassen. Spüre bloß seine Abwesenheit, die Lücke, den leeren Raum, da wo es doch früher war. Es war doch früher da? Aber wann? Und warum entwischt es immer wieder aufs Neue. Muss es Suche bleiben? Sehnsucht. Bloß der Mangel, der schon immer da war? Aber ich kann es schmecken, irgendwie riechen, irgendwie hören. Irgendwann gab es da etwas, etwas das sich verflüchtigt hat. Etwas, das in der Vergangenheit zu liegen scheint, aber in der Zukunft zu finden ist – denn gerade eben noch war es ja auch nicht mehr da. Und davor und davor und davor war es wohl immer schon dasselbe.
Donnerstag, Oktober 08, 2009
Der Herbst senkt sich über
die Erde. Das Laub. Die Luft.
Ein kalter Stich in jedem Atemzug.
Trotz der sommerlichen Wärme.
Infernale Musik, Tsunami der Klänge
wirbelt wie bunte Blätter bloß
morsch und welk und voller Pilze
über den trüben Bergrücken.
Zwischen Moos und Beerengestrüpp
tummeln sich frech die roten Hüte
saftiger Fliegenschwämme im Kreis
unter einem Christuskreuz.
Diese Welt schlummert und lebt
immerzu vor sich hin,
auch wenn die geschäftige Welt
viel lauter lärmt, viel panischer
"Ich lebe!" schreit -
lebendiger wird sie niemals sein.
die Erde. Das Laub. Die Luft.
Ein kalter Stich in jedem Atemzug.
Trotz der sommerlichen Wärme.
Infernale Musik, Tsunami der Klänge
wirbelt wie bunte Blätter bloß
morsch und welk und voller Pilze
über den trüben Bergrücken.
Zwischen Moos und Beerengestrüpp
tummeln sich frech die roten Hüte
saftiger Fliegenschwämme im Kreis
unter einem Christuskreuz.
Diese Welt schlummert und lebt
immerzu vor sich hin,
auch wenn die geschäftige Welt
viel lauter lärmt, viel panischer
"Ich lebe!" schreit -
lebendiger wird sie niemals sein.
Freitag, Oktober 02, 2009
Zeit
Ohrenbetäubend schlagen die Wellen
gegen die schroffe Felsenküste
in meinen Träumen
riecht es nach dem Salz tosender Meere.
Die Bilder entweichen schnell und schneller
im Dunstschleier der sich um den
Horizont legt als wäre dort die
Scham der Welt verborgen.
Ihre sich kräuselnden Haare.
Das feine Netz aus
weißer Gischt und grünblau
und schwarz. Rätselhaft.
Geräusche von Mord.
Gewalt.
Vertraute Gesichter der Kindheit
die nun mit gezückten Messern
und erhobenen Fäusten
nach meinem Leben trachten.
Und wenn du nicht achtgibst,
zerfetzt die schwarze Hand
das Plastikglas, durchbohrt das
virtuelle Nichts zwischen dir
und mir und diesem Jetzt
und rennt in einer fremden Welt weiter
ohne je zurückzukehren.
gegen die schroffe Felsenküste
in meinen Träumen
riecht es nach dem Salz tosender Meere.
Die Bilder entweichen schnell und schneller
im Dunstschleier der sich um den
Horizont legt als wäre dort die
Scham der Welt verborgen.
Ihre sich kräuselnden Haare.
Das feine Netz aus
weißer Gischt und grünblau
und schwarz. Rätselhaft.
Geräusche von Mord.
Gewalt.
Vertraute Gesichter der Kindheit
die nun mit gezückten Messern
und erhobenen Fäusten
nach meinem Leben trachten.
Und wenn du nicht achtgibst,
zerfetzt die schwarze Hand
das Plastikglas, durchbohrt das
virtuelle Nichts zwischen dir
und mir und diesem Jetzt
und rennt in einer fremden Welt weiter
ohne je zurückzukehren.
Donnerstag, September 10, 2009
Momentaufnahme
Ein Wasserfall tröpfelt von den scharfen Felskanten herab. Der rohe Dauerfluss von purer Energie, festgehalten im Wasser, umgeformte Partikel, Moleküle und Atome nach einer unglaublichen Weltreise formen das Gebirge wie plastilin, ein unglaublich langsames Plastilinspiel, totes Plastilin, dazwischen funken die Gesichter von Menschen mit kleinen Eiern, die sich aufgebläht haben zu rießigen Luftballons – nichts dahinter aber. Bloß heiße Luft. Oder kalte. Der Trott als das beginnende Ende jeder Bewegung oder bloß der Dauermodus ohne Höhen und Tiefen. Gelangweilte Fassaden beschatten die aufgeregte Straße. Menschen angelehnt an Bücherportale rutschen über den Text. Autos schleichen planlos am Asphalt in die dunklen Ecken der Nacht. Überall der Geruch von Nichts und Wiedernichts. Bloße Wiederholung. Öde Wiederholung und stundenlanges Aufundabschauen. Der Blick vom Bett auf die Geräusche eines abgebrochenen Hauses. Der Kran schwenkt durch das Zimmer und reißt die Mauer mit sich. Hungrig das Etwas oder auch Nichts ohne Ende. Höchstens das Rauschen des Wasserfalls oder nur der Verkehr der plätschert oder eine Frauenstimme die zwitschert. Aber kein Rhythmus sondern Reflexion. Schöpfung auch. Ungeordnet. Einfach da. Immer kürzer wird das Leben und seine Erwartungen. Das Leben als solches. Was auch immer es sein soll oder sein könnte. Hochschrecken nach dem die leisen Pfoten über den Himmel tapsen. Ein paar dunkle Ideen. Ordinäre Bilder, die sich ihren Platz erkämpfen in einem überspannten, überreizten Jetzt. Rasche Erleichterung. Dann die Zigarette nach dem Sex. Alles löst sich erneut in Rauch auf. Unberührte Natur der Geist. Unberührbar. Ein paar nackte Beine. Doch Hängenbleiben an der Lust und den Reizen der Natur und der menschgeformten Asphaltlandschaft und der Menschlandschaft mit ihren Wölbungen und Formen und Klimazonen und allem was dazugehört. Alles wunderbar eigentlich. Ein Tag wie kein anderer.
Dienstag, September 01, 2009
Glanz
Während sich alle anderen betrinken.
Und alles immer verworrener wird.
Und noch dazu, kaum zu kontrollieren ist.
Weil es immer mehr werden,
die auf mich auf uns einströmen.
Alles hinabziehen.
Bringt der Glücksbote aus einem anderen Land das Gold.
Aber viel zu spät.
Oder Gott sei Dank nicht rechtzeitig.
Ist es doch verflucht.
Verhext.
Böse.
Voller Unheil.
Die Gier.
Die Rache.
Eingeschweißt das
Leid hunderttausender.
Die Schreie verewigt.
Die Ausbeutung
Unsterblich gemacht.
In diesen Goldbarren.
Die sich auf ihrer unheimlichen
Weltreise
Aus den tiefsten Dschungel Asiens
Am Weg gemacht haben
Um die Welt in
Ihrem metallenem Glanz
Zu erhellen.
Und alles immer verworrener wird.
Und noch dazu, kaum zu kontrollieren ist.
Weil es immer mehr werden,
die auf mich auf uns einströmen.
Alles hinabziehen.
Bringt der Glücksbote aus einem anderen Land das Gold.
Aber viel zu spät.
Oder Gott sei Dank nicht rechtzeitig.
Ist es doch verflucht.
Verhext.
Böse.
Voller Unheil.
Die Gier.
Die Rache.
Eingeschweißt das
Leid hunderttausender.
Die Schreie verewigt.
Die Ausbeutung
Unsterblich gemacht.
In diesen Goldbarren.
Die sich auf ihrer unheimlichen
Weltreise
Aus den tiefsten Dschungel Asiens
Am Weg gemacht haben
Um die Welt in
Ihrem metallenem Glanz
Zu erhellen.
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